Rasen richtig bewässern

Letztes Update: 27. August 2020

Ein gesunder, dichter, kräftig grüner Rasen ist eine Zierde in Ihrem Garten. Regelmäßiges Mähen zum richtigen Zeitpunkt allein ist nicht ausreichend. Damit Ihr Rasen prächtig gedeihen kann, müssen sie ihn regelmäßig und richtig bewässern. Gerade im Sommer benötigt der Rasen besondere Pflege.

Rasen richtig bewässern

So bewässern Sie Ihren Rasen richtig

Pro Quadratmeter Rasenfläche in Ihrem Garten verdunsten im Sommer täglich bis zu 4 Liter Wasser. Da die Wurzeln ihrer Graspflanzen maximal eine Länge von 15 Zentimetern besitzen, können Sie aus tieferen Schichten im Boden kein Wasser aufnehmen. Falls Ihr Rasen auf sandigem Boden wächst, verwelken Graspflanzen binnen 14 Tagen vor allem, wenn Regen ausbleibt oder nur spärlich fällt, müssen Sie Ihren Rasen wässern, bevor Trockenschäden an Ihren Pflanzen zu sehen sind.

In diesem Video werden die häufigsten Fehler beim Rasen bewässern erläutert:

Der beste Zeitpunkt zur Rasenbewässerung

Der perfekte Zeitpunkt, um Ihre Graspflanzen zu bewässern, ist zwischen 3 Uhr und 4 Uhr morgens. Zu dieser Zeit ist es noch relativ kühl, der Boden ist optimal abgekühlt und Ihre Pflanzen nehmen das Wasser am besten auf. Frühmorgens verdunsten nur geringe Mengen des Gießwassers.

Der größte Teil der Wassermenge gelangt an die Wurzeln und Ihre Graspflanzen können sich für die kommende Tageshitze gut rüsten. Selbstverständlich können Sie Ihren Rasen auch einige Stunden später bewässern. Ihren Rasen abends zu bewässern, ist nicht zu empfehlen, weil der Boden noch so stark aufgeheizt ist, dass große Mengen Wasser verdunsten. Absolut ungeeignet zur Rasenbewässerung ist die Mittagszeit. Dann steht die Sonne am höchsten und es besteht die Gefahr, dass der Rasen verbrennt.

Wie viel Wasser benötigt Ihr Rasen?

Ein entscheidender Faktor bei der Rasenbewässerung ist die richtige Wassermenge. Dosieren Sie die Wassermenge zu gering, kann es nur wenige Zentimeter tief den Boden eindringen. Die Folge ist, dass die bis zu 15 Zentimeter tiefen Wurzeln Ihrer Graspflanzen nicht ausreichend mit Gießwasser durchfeuchtet werden. Die Folge ist, dass Ihre Pflanzen künftig noch flacher wurzeln und noch anfälliger für Trockenschäden sind. An folgenden Regeln sollten Sie sich orientieren:

  • bei jeder Bewässerung sollte das Wasser mindestens 15 Zentimeter tief in den Boden eindringen.
  • lehmiger bis toniger Boden: Sie müssen Ihre Graspflanzen pro Quadratmeter einmal wöchentlich mit 15 bis 20 Liter Wasser versorgen.
  • lockerer Sandboden: Ihr Rasen benötigt alle 3 bis 4 Tage 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter.

Achten Sie auf eine intensive Bewässerung. Bewässern Sie Ihren Rasen lieber wenige Male gründlich als häufig oberflächlich. Damit das Wasser bis zu den Wurzeln eindringen kann, ist die Bildung von Pfützen auf Ihrer Rasenfläche erwünscht. Staunässe dagegen müssen Sie zwingend vermeiden.

Verschiedene Möglichkeiten zur Rasenbewässerung

Ihren Rasen können Sie entweder mit einer Gießkanne in der Hand, mit einem Gartenschlauch oder automatisch bewässern.

Zum Bewässern mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch brauchen Sie nur eine Regentonne oder einen Wasseranschluss. Die Bewässerung mittels Gartenschlauchs bietet Ihnen den Vorteil, dass Sie keine schweren Gießkannen von Ihrer Wasserquelle zum Rasen schleppen müssen.

Automatische Bewässerung Ihres Rasens

Ein automatisches Bewässerungssystem hilft Ihnen, viel Zeit und Mühe bei der Bewässerung Ihres Rasens und Ihrer sonstigen Garten Gewächse zu sparen. Sie dürfen zwischen folgenden automatischen Bewässerungssystemen Ihre Auswahl treffen:

  • unterirdische Bewässerungssysteme
  • oberirdische Bewässerungssysteme
  • oberirdische Bewässerung mit Gartenschlauch, Sprengern und Bewässerungscomputer

Unterirdische Garten- und Rasenbewässerung

Rasen unterirdisch bewässernZur unterirdischen Bewässerung Ihrer Pflanzen verlegen Sie Rohre unter Ihren Beeten und/oder Rasen. Eine sorgfältige Planung ist erforderlich. Optimal lässt sich eine unterirdische Bewässerung bei der Anlage Ihres Gartens realisieren. Der Wasserdruck sorgt dafür, dass entweder Tropfrohre tröpfchenweise Wasser an die Pflanzenwurzeln abgeben oder das Sprinkler aus dem Boden hochfahren und Wasser auf Ihrer Rasenfläche verteilen.Vorteile eines unterirdischen Bewässerungssystems sind:

  • Frostsicherheit
  • ungehindertes Rasenmähen ist gewährleistet
  • die Gartenoptik wird durch das unterirdisch verlegte System nicht beeinträchtigt

Moderne Systeme überwachen mittels Sensoren die Bodenfeuchtigkeit. Bei Bedarf starten sie die Bewässerung selbstständig und automatisch.

Systeme zur oberirdischen Gartenbewässerung

Zur automatischen oberirdischen Rasenbewässerung setzen Sie einen Perlschlauch ein. Dieser Schlauch ist mit winzigen Poren ausgestattet, über die Wasser an Ihre Graspflanzen abgegeben wird. Ursprünglich wurde dieses System zur Bewässerung von Rasen in Fußballstadien entwickelt. Vorteile dieses Systems sind:

  • auch hervorragend zur Bewässerung von Gewächshäusern geeignet
  • Pflanzen werden nicht von oben beregnet

Oberirdische Bewässerung mit Bewässerungscomputer, Gartenschlauch und Sprengern

Ein Bewässerungscomputer nimmt Ihnen die Rasenbewässerung vollständig ab. Sie definieren folgende Faktoren:

  • Bewässerungsdauer
  • Zeitpunkt der Bewaesserung
  • Häufigkeit der täglichen Bewässerung

Ihren Bewässerungscomputer schließen Sie zwischen Ihrem Wasseranschluss und Ihrem Gartenschlauch an. Anschließend wählen Sie eines der vorprogrammierten Bewässerungsprogramme aus.

Je nachdem, welches Modell Bewässerungscomputer Sie besitzen, können Sie einen oder mehrere Sprinkler anschließen und an den gewünschten Stellen platzieren. Nach Aktivierung des Bewässerungsprogrammes erfolgt die Bewässerung vollautomatisch.

Bei den Sprinklern dürfen Sie aus folgenden Varianten auswählen:

  • Sprühregner
  • Viereckregner
  • Getrieberegner (mehrheitlich Versenkregner)
  • Schwingehebelregner/Impulsregner

Sind Sie sich unsicher, welches Bewässerungssystem für Sie das Richtige ist? Auf www.gartenbewaesserung.info erhalten Sie einen guten Überblick über die verschiedenen Rasensprengersysteme.

Ein sinnvolles Zubehör für Ihr Bewässerungssystem ist ein Regenwassersensor. Er setzt die Bewässerung in Gang, wenn es durch das Wetter nötig ist. Noch sinnvoller ist der Einsatz eines Bodenfeuchtesensors. So können Sie genau erkennen, wann der Boden zu trocken ist und gewässert werden muss.

Regenwasser wird von Ihren Rasenpflanzen generell besser vertragen als kalk- und chlorhaltiges Leitungswasser.

Fazit

Wichtige Faktoren bei der Rasenbewässerung sind die Auswahl des Bewässerungssystems, der Tageszeit und der richtigen Wassermenge. Wenn Sie die Informationen in diesem Beitrag beachten, werden Sie jahrelang Freude an einem wunderschönen Rasen haben.

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