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Kleintiere auf dem Rasen

Kleintiere auf dem Rasen – Was du beachten solltest

Kleintiere auf dem Rasen Die Haltung von Kleintieren wie beispielsweise Kaninchen oder Meerschweinchen ist ein in Deutschland sehr beliebtes Hobby. Und so wundert es nicht, dass zahlreiche Kleintierhalter alles in ihrer Macht stehende tun, damit es den kleinen Tierchen in der Gartenwelt pudelwohl geht.

Gerade im Sommer werden die Kleintiere hierbei gerne auf den freien Rasen entlassen oder innerhalb von Freigehegen gehalten, sodass eine großzügige Fläche zum Erkunden bereitsteht. Allerdings: Bei der Haltung von Kleintieren – insbesondere Kaninchen – auf einem Rasen müssen ein paar Dinge bedacht werden. Dieser Artikel klärt auf.

Der Unterschied zwischen Gras und Rasen

Zunächst einmal sollte der Unterschied zwischen einigen wichtigen Begriffen geklärt werden, um die optimalen Lebensbedingungen eines Kleintieres ableiten zu können

  • So ist Gras zunächst ein Oberbegriff für viele verschiedenen Pflanzen. Insbesondere Süßgräser werden hierbei gerne als Tiernahrung verfüttert.
  • Ein Rasen ist im Grunde eine kleine Monokultur, da sich die dort vorkommenden Gräser nur in sehr geringem Ausmaß unterscheiden. Das ist im Grunde kein Problem, es gleicht aber nicht den für Kleintiere typischen Lebensbedingungen. Gerade Unkraut wird typischerweise im Garten immer sofort entfernt – doch gerade Kleintiere stehen auf das vermeintlich unerwünschte Futter.
  • Als letzter wichtiger Begriff ist die Wiese zu nennen. Dies wäre ein Paradies für Kleintiere und Kaninchen, befinden sich hier doch zahlreiche verschiedene Grassorten und Unkraut, sodass es den kleinen Rackern nie langweilig werden würde. Es scheint also, dass sich ein gesund gepflegter Rasen und eine saftige Wiese mit vielen verschiedenen Arten etwas unvereinbar gegenüberstehen. Ist das so?

Eine beliebte Praxis unter Kleintierhaltern ist es, in einigen Flächen im Garten ein zumindest wiesenartiges Gelände zu errichten. Entsprechende Saatmischungen finden sich im Baumarkt oder im Zoohandel des Vertrauens. Mit einem leistungsstarken Rasenmäher kann dann die Begrenzung zur Rasenfläche im Falle von Wucherung regelmäßig grade gezogen werden. Sollten die Tiere mit einem entsprechenden Freigehege gehalten werden, kann dieses mit wenig Aufwand kurz versetzt werden, um die Kanten schön glatt zu ziehen.

Wie ist das mit feuchtem Gras?

Ob feuchtes Gras für für Kleintiere geeignet ist oder nicht, ist eine sehr häufig gestellte Frage mit unklaren Antworten im Internet. Einige Halter behaupten, lediglich Trockenfutter sei etwa für Kaninchen geeignet. Doch wie sollten Kaninchen dann in der Wildnis überleben können? Andere Halter behaupten, das Futtern von feuchtem Gras sei komplett unbedenklich. Auch das stimmt nicht exakt.

Tatsächlich ist die Antwort einfach, wurde aber über die Jahre falsch übermittelt. Feuchtes Gras bzw. feuchter Rasen ist für Kleintiere zunächst kein Problem. Der Irrglaube hält sich jedoch, da feuchtes Gras in besonderen Umständen eben doch kurzfristig bedenklich sein kann. Und zwar wenn die Tiere sei längerer Zeit nichts gefuttert haben und daher sehr hungrig sind. Und dies ist in aller Regel morgens der Fall.

Dadurch lässt sich dieses Problem auch recht einfach beheben. Füttern Sie Ihre Tiere einfach, bevor Sie sie auf den saftigen Rasen entlassen.

Achtung mit Dünger bei der Kleintierhaltung

Hin und wieder kommt ein motivierter Gärtner nicht darum herum, den Garten sorgfältig zu düngen. Auch wenn es Düngemittel gibt, die anscheinend unbedenklich oder weniger bedenklich für Kleintiere sind, wird davon abgeraten, diese direkt nach der Düngung auf den Rasen zu lassen.

Je nach Niederschlagsmenge sollten die Tiere 3-4 Wochen keinen Kontakt mit der gedüngten Rasenfläche haben. Ist dies im Freien nicht möglich, bietet es sich an, die Tiere innerhalb dieser Zeitspanne in speziellen Ställen innen zu halten

Alternativ bietet es sich zudem wieder an, eine gewisse Wiesenfläche im Garten zu errichten, die in diesem Zug auch nicht gedüngt wird. Stellen Sie jedoch sicher, dass die Tiere keinen Kontakt mit der gedüngten Fläche haben können.

Fazit

Kleintiere und ganz besonders Kaninchen lieben es grundsätzlich, im Freien zu hoppeln und verschiedene Gräser zu futtern. Auf die natürlichen Eigenheiten sollte jedoch eingegangen werden. Gönnen Sie den Tieren daher ein wenig Abwechslung, etwas durch die Errichtung einer kleinen Wiesenfläche mit einem entsprechenden Rasenmäher. Alternativ können die Tiere auch beaufsichtigt werden, sodass ein übermäßiger Verzehr der Rasenfläche vermieden wird.

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